Sanierungsgebiet IV - Judenvorstadt

2,1 ha

Fläche

Seit 01.09.1995

Sanierungs-
gebiet IV

6 Mio €

Förderfähige Kosten
Ausgangssituation

Die Judengasse führt vom Markt aus in westlicher Richtung zur Judenbrücke, dem westlichen Itzübergang. Sie gliedert sich in mehrere Abschnitte. Der Straßenabschnitt zwischen Markt und Judentor hat aufgrund seiner teilweise sehr repräsentativen, zumeist dreigeschossigen traufseitigen Bürgerhäuser innerstädtischen Charakter. Der äußere Bereich, die ehemalige Judenvorstadt erstreckt sich vom Judentor westwärts bis in die Gegend des 1859 abgerissenen äußeren Judentors (in der Nähe der Judengasse 50). Die westliche Vorstadt war spätestens im 15. Jahrhundert in die Wehranlagen der Stadt einbezogen. Von der ehemals rein zweigeschossigen vorstädtischen Bebauung sind etliche Bauten erhalten, noch heute prägen die zweigeschossigen traufseitigen Häuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert das Gesicht des Quartiers. Aus dem relativ guten Gesamtbild fällt die schwer mangelhafte bauliche Beschaffenheit der Gebäude in der unteren Judengasse heraus.

Das Gebiet weist eine hohe bauliche Dichte auf. Der starke Verkehr sowie Lärm- und Abgasbelastungen minderten den Wohnwert. Es gab nur wenig ausgewiesenen Parkraum für Betriebe und Anwohner. An der Straße waren nur wenige öffentliche Parkflächen vorhanden. Charakteristisch für die Wohnungen im Quartier waren eine unzureichende Belichtung, Besonnung und Belüftung sowie ungünstige Grundrisse. Es gab wenige private Grünflächen, öffentliche Grünanlagen fehlten gänzlich. Der Zugang zu den Grundstücken gestaltete sich aufgrund beengter Grundstückszuschnitte schwierig. Durch die Erhöhung des Straßenniveaus in den Jahren 1911 bis 1913 sowie durch die Trockenlegung der Walkmühlgasse und der unteren Judengasse lagen die Erdgeschosse oft bis zu 50 cm unter dem Straßenniveau, was eine Nutzung erheblich erschwerte.

Zielsetzung und aktueller Stand

Die Judengasse führt vom Markt aus in westlicher Richtung zur Judenbrücke, dem westlichen Itzübergang. Sie gliedert sich in mehrere Abschnitte. Der Straßenabschnitt zwischen Markt und Judentor hat aufgrund seiner teilweise sehr repräsentativen, zumeist dreigeschossigen traufseitigen Bürgerhäuser innerstädtischen Charakter. Der äußere Bereich, die ehemalige Judenvorstadt erstreckt sich vom Judentor westwärts bis in die Gegend des 1859 abgerissenen äußeren Judentors (in der Nähe der Judengasse 50). Die westliche Vorstadt war spätestens im 15. Jahrhundert in die Wehranlagen der Stadt einbezogen. Von der ehemals rein zweigeschossigen vorstädtischen Bebauung sind etliche Bauten erhalten, noch heute prägen die zweigeschossigen traufseitigen Häuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert das Gesicht des Quartiers. Aus dem relativ guten Gesamtbild fällt die schwer mangelhafte bauliche Beschaffenheit der Gebäude in der unteren Judengasse heraus.

Das Gebiet weist eine hohe bauliche Dichte auf. Der starke Verkehr sowie Lärm- und Abgasbelastungen minderten den Wohnwert. Es gab nur wenig ausgewiesenen Parkraum für Betriebe und Anwohner. An der Straße waren nur wenige öffentliche Parkflächen vorhanden. Charakteristisch für die Wohnungen im Quartier waren eine unzureichende Belichtung, Besonnung und Belüftung sowie ungünstige Grundrisse. Es gab wenige private Grünflächen, öffentliche Grünanlagen fehlten gänzlich. Der Zugang zu den Grundstücken gestaltete sich aufgrund beengter Grundstückszuschnitte schwierig. Durch die Erhöhung des Straßenniveaus in den Jahren 1911 bis 1913 sowie durch die Trockenlegung der Walkmühlgasse und der unteren Judengasse lagen die Erdgeschosse oft bis zu 50 cm unter dem Straßenniveau, was eine Nutzung erheblich erschwerte.

Rahmenplanung Walkmühlgasse

Für die Walkmühlgasse im Sanierungsgebiet IV liegt jetzt eine Rahmenplanung des Architekturbüros Schirmer vor, die zur städtebaulichen Aufwertung des Quartiers beitragen soll. Die vom Bau-und Umweltsenat im Oktober 2016 verabschiedete Rahmenplanung steckt Leitideen und Strukturvarianten für die weiteren baulichen Vorhaben im 1,5 ha großen Gebiet ab.