Der Lohgraben wird grüner und schöner

Jan 18, 2024

In diesem Frühjahr sollen die Bauarbeiten starten zur Umgestaltung des Lohgrabens. Das gesamte Areal von der Schenkgasse bis zur ehemaligen Fleischerei Schlick wird mit Wasserspielen, Sitzmöglichkeiten und viel mehr Grün neue Aufenthaltsqualität erhalten und mit modernen Wohnformen von sich reden machen. Bis alles fertig ist, wird es zwar noch ein wenig dauern, aber die ersten Arbeiten gehen schon bald los.

Die WSCO als Sanierungsträger der Stadt will im Frühjahr 2024 mit der Oberflächengestaltung im Lohgraben beginnen. Dann sollen die Ergebnisse aus dem freiräumlichen Realisierungswettbewerb von 2019 / 2020 umgesetzt werden. Dessen Gebiet umfasste im Wesentlichen die Wegeverbindung längs des Lohgrabens, der Schenkgasse und der Gerbergasse. Die Aufgabenstellung wurde aus den Zielen des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) und den vorbereitenden Untersuchungen des Sanierungsgebiets II/VII in der historischen Steinwegvorstadt abgeleitet. Wettbewerbssieger war das Architekturbüro A24 Landschaft, Berlin.

Der Lohgraben, der sich derzeit vielerorts wenig attraktiv präsentiert, wird grüner und schöner. Die historisch bedeutenden Gerberhäuser, die so prägend sind für den Lohgraben, erhalten wieder zugängliche Erdgeschosszonen. Der Hahnfluss, der früher offen durch das Quartier floss, bleibt zwar verrohrt. Gleichzeitig wird das Element Wasser jedoch bei der Neugestaltung des Gebietes eine ganz wesentliche Rolle spielen. Nachdem in 2023 die Versorgungsleitungen durch die Leistungsträger neu verlegt wurden, wird im Frühjahr 2024 mit dem Bauabschnitt 1 begonnen werden. Dieser beläuft sich von der Einmündung Gerbergasse/ Heiligkreuzstraße bis zum Parkhaus Post. Die Bauabschnitte 2 und 3 folgen in den Jahren 2025 und 2026.

 

Mehrgenerationenwohnen

Auch beim Projekt Mehrgenerationenwohnen geht es weiter. Für das Gesamt-Projekt vorgesehen ist das Gebäudeensemble Steinweg 25, 27 und 29 sowie Lohgraben 4 und 6. Mehrgenerationenwohnen ist ein Konzept, bei dem Alt und Jung zusammenleben: Singles, Paare und Familien unterschiedlicher Generationen. Man ist sich jederzeit nahe, gleichzeitig hat die Bewohnerschaft in ihren jeweiligen Bedürfnissen und Lebensrhythmen durch eigene Wohnungen aber auch ausreichend Privatsphäre. Durch die gemeinschaftliche Nähe kann man sich auf die Unterstützung der Nachbarn verlassen, niedrigschwellige soziale Treffpunkte im Umfeld erleichtern den Alltag. Die historisch wertvollen Vorderhäuser Steinweg 25, 27 und 29 werden denkmalgerecht umgebaut und saniert. Um eine Bandbreite an innovativen Lösungen für die herausfordernde Aufgabe zu finden, wurde 2023 ein zweistufiger Architekturwettbewerb durchgeführt. Das Coburger Architekturbüro Huffer Wenzel gewinnt und setzt sich damit gegen 25 Mitbewerber durch. Ein entsprechender Planungsauftrag wurde erteilt. Damit ist auch der Nutzung der 2016 ins Leben gerufenen und rege genutzten Sanierungswerkstatt Schlick 29, ehemals Metzgerei Schlick, im Herbst ein Ende gesetzt. Bis dahin können neben den bereits geplanten Vorstellungen des Landestheater Coburg aber noch kleinere Veranstaltungen dort stattfinden.

Zuerst werden 2024 die Rückgebäude der ehemaligen Metzgerei Schlick, Lohgraben 4 sowie Lohgraben 6 im Zuge der Lohgrabenumgestaltung abgebrochen. Daneben wird die Planung für die Genehmigung und Ausführung weiterentwickelt und Fördermöglichkeiten geprüft.

 

Junges Wohnen

Derzeit erfolgen weitere Detailplanungen für das zukunftsweisende Bauvorhaben „Junges Wohnen“ in der Steinwegvorstadt. Zusammengefasst sind das die Häuser Steinweg 35,37, Lohgraben 12, 14, 16 und die Schenkgasse 2a. Mit dem innovativen Wohn-Projekt, das im Zusammenhang mit den Planungen in der Heiligkreuzstraße 24 / 26 geplant und gedacht wird, will die Wohnbau Stadt Coburg GmbH die Vestestadt schwerpunktmäßig für die Altersgruppe der 18 bis 28-Jährigen attraktiv werden lassen. Zielgruppe sind neben Studierenden vor allem auch Auszubildende und Young Professionals.

Aktuell werden Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten ausgelotet, so dass auch dieses Projekt weiter vorangebracht werden kann, mit ersten Bauabschnitten in 2024. Weichen werden 2024 die Schenkgasse 21 und der rückwertige Teil des Gebäudes Lohgraben 14. 2025 bis 2027 erfolgt dann der Umbau, Sanierung und Neubau.