Schlachthof- und Güterbahnhofareal

Ausgangssituation & Planungsprozess

Seit 2013 ist die Stadt Coburg im Besitz der Flächen des ehemaligen Güterbahnhofes, die zusammen mit den Flächen des alten Schlachthofes eines der letzten großen Entwicklungspotenziale im Stadtgebiet Coburg darstellen. Durch die Nähe zu Innenstadt und Altstadt, zum Hofbrauhaus als Standort der Hochschule, zu „Coburgs neuem Süden“ und zum angrenzenden Gewerbe- und Industriestandort stellt die Entwicklung des Areals sich als besondere Chance für die Stadtentwicklung dar.

In einer ersten Phase wurden allgemeine Zielsetzungen für das ehemalige Schlachthof- und Güterbahnhofareal formuliert. Im Rahmen von zwei Bürgerwerkstätten wurden Ziele und Anforderungen diskutiert und weiter ausgearbeitet. Schließlich wurde eine städtebauliche Struktur entwickelt, die als stabiles flexibles Grundgerüst den Rahmen für die Entwicklung des Areals bilden soll. Das Grundgerüst bietet attraktive Flächen für Wissenschaft und Gewerbe, Angebote für junge Gründerunternehmen in direkter Nachbarschaft zu Forschung, kulturelle Nutzungen sowie besondere Angebote des Wohnens wie z. B. ein Boardinghouse.

Durch die Integration von Parkmöglichkeiten für die Mitarbeiter entsteht ein unmittelbarer Nutzen für benachbarte Unternehmen. Hierbei fügt sich die geplante Struktur in das Raum- und Nutzungsgefüge der Stadt ein. Für Fußgänger und Radfahrer stehen attraktive Anbindungen zur Innenstadt und entlang der Itz und ein hochwertiger öffentlicher Raum im Fokus. Mit neuen Brückenverbindungen über die Itz kann das Gelände zukünftig leistungsfähig in das bestehende Verkehrsnetz eingebunden werden.

Verfahren & Impressionen

 

Gemäß dem Stadtratsbeschluss vom 24.07.2014 wurde die Wohnbau Stadt Coburg GmbH beauftragt, die Rahmenplanung für das ehemalige Areal des Schlachthofs und Güterbahnhofs erstellen zu lassen.

Das Planungsbüro Schirmer | Architekten + Stadtplaner aus Würzburg wurde mit der Umsetzung der Programmentwicklung sowie der Erstellung eines städtebaulichen Entwurfs betraut. Die Rahmenplanung wird im Bayerischen Sonderprogramm der Städtebauförderung zur Revitalisierung von Industrie- und Gewerbebrachen gefördert. Durch ein breites Beteiligungsverfahren wurde den Bürgerinnen und Bürgern im Rahmen von Bürgerwerkstätten die Gelegenheit gegeben, sich aktiv bei der Planung einzubringen.

Mit dem Stadtratsbeschluss vom 26.03.2015 wurde der Rahmenplan einstimmig angenommen. Auf der Grundlage des Rahmenplans werden nun die weiteren Schritte zur Konversion des Geländes eingeleitet, welche die Aufstellung eines Bebauungsplans und die Durchführung eines städtebaulichen Realisierungswettbewerbs für die zentralen öffentlichen Flächen beinhalten.

Struktur- & Nutzungsschwerpunkte

Das in seiner Funktion bisher eigenständige und „ausgegrenzte“ Gebiet rund um den alten Güterbahnhof soll künftig in die Stadt eingegliedert werden. Grundlage für die Entwicklung des Areals bietet das Integrierte Stadtentwicklungskonzept aus dem Jahr 2009 mit dem „Das Band der Wissenschaft“.

Dieses verbindet Nutzungen für Hochschule und Kultur, Wissenschaft und Technik, zentrale Einrichtungen und Gewerbe. Vor allem in der Entwicklung und Einbindung von innovativen Branchen wie Design, Architektur und Kunst liegen heute besondere Chancen auch eigene kreative Wirtschaftsformen zu etablieren.

Die Itz würde dazu außerdem als wichtiges Bindeglied zur Stadt und als naturräumliches Element in die Gestaltung eingebunden werden und dem gesamten Gebiet Charakter und Atmosphäre geben.

Hier finden Sie das aktuelle PDF als Download: Schlachthof- und Güterbahnhofareal

Im Blog der Stadt Coburg erhalten Sie außerdem weitere Informationen zum Projekt und Alles rund um das Entwickeln, Planen, Bauen und Wohnen:  www.http://stadt.mein-coburg.de/

 

Bürgerinformation zur Rahmenplanung

Als Projektträger haben wir in enger Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro Schirmer Architekten + Stadtplaner aus Würzburg in nur acht Monaten ein Nutzungskonzept für das ehemalige Güterbahnhof-/Schlachthofgelände konzipiert, das als eine der letzten großen Entwicklungsflächen im Coburger Stadtgebiet gilt.

Im Rahmen einer öffentlichen Bürgerinformation wurde die erarbeitete Rahmenplanung am Dienstag, 21. Juli interessierten Bürgerinnen und Bürgern im Coburger Rathaussaal vorgestellt. An der Entwicklung beteiligt waren wichtige Akteure aus den Bereichen Verwaltung, Wirtschaft, Altlasten/Umwelt, Erschließung, Politik, Wissenschaft sowie mögliche Direktinvestoren. In unterschiedlichen Projektgruppen konnten Anregungen und Ideen geäußert werden, die in den Planungsprozess einflossen. Im Rahmen von zwei Bürgerinformationen konnten interessierte Bürgerinnen und Bürger ihre Vorstellungen und Ideen zur Entwicklung des Gebietes einbringen und Ihre Wünsche äußern. Die Ergebnisse sollen als Grundlage für die Aufstellung eines Bebauungsplans dienen und städtebauliche Realisierungswettbewerbe anstoßen. Stadtplaner Prof. Martin Schirmer zeigte die Ergebnisse der unterschiedlichen Planungsprozesse auf und präsentierte den Abschlussbericht zur Rahmenplanung für dieses spannende Gebiet.

Hier finden Sie den umfassenden Bericht zur Rahmenplanung:

 

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