Das Landestheater Coburg lädt die Coburger:innen dazu ein ihnen in die nächste Spielzeit zu folgen. An mehreren Standorten verteilt in der Coburger Innenstadt, in den Schaufenstern leerstehender Läden, präsentiert sich das Theater mit dem anstehenden Programm, mit welchem sie sich nach der Sommerpause im Oktober zurück melden. Gemeinsam mit dem Coburger Designforum Oberfranken e.V. (CDO) wurde die Fenstergestaltung graphisch umgesetzt. Die Leerstandsbespielung reiht sich ein ins bewährte Projekt Design findet Stadt, mit welchem das CDO das Schaffen wechselnder Designer:innen und Akteur:innen im Innenstadtraum platziert. Mit dabei ist das Schlick-Gebäude im Steinweg 29, welches im Rahmen des Projekts „Mehrgenerationenwohnen“ von der WSCO als Sanierungstreuhänder in den kommenden Jahren saniert und weiterentwickelt wird. Auch im früheren Gemüsekiosk an der Mohrenbrücke zeigt das Landestheater Flagge, weitere Kunst-Schaufenster sollen folgen.

Zur Entdeckungsreise durch die kommende Saison laden ausdrucksstarke Schwarzweiß-Portraits der Künstler:innen ein, die Annemone Taake für das neue Spielzeitheft geschaffen hat. Die Heidelberger Fotografin wählte teils verwunschene Theaterwinkel für die Shootings und bietet damit originelle Blicke hinter die Kulissen. Um Hochglanzästhetik geht es ihr nicht, sondern um authentische Atmosphäre: „Ich nutzte kein Fotoshop. Ich mag keine Kompromisse“, erklärt die Fotokünstlerin.

Die ehemalige Metzgerei im Steinweg 29, die temporär als Sanierungswerkstatt der WSCO genutzt wird, hat sich in den vergangenen Jahren zur Experimentierfläche des Landestheaters entwickelt. Spannende szenische und musikalische Eigenprojekte von Künstlerinnen und Künstlern in stilvoll-morbidem Ambiente gingen über die Bühne – bis der Lockdown 2020 diese Kultur-Nische stilllegte. Mit der Präsentation im Schlick 29 setzt das Landestheater ein hoffnungsvolles Zeichen: „Wir wollen hier wieder spielen!“, betont Intendant Bernhard F. Loges.

 

 

Bildquellen: WSCO (Bild 1 und 2) , Ungelenk/ Neue Presse vom 14.07.2021 (Bild 3)