Soziale Stadt Wüstenahorn

LOGO_Soziale StadtProgramm „Soziale Stadt“

Im Jahre 1999 wurde das Städtebauförderungsprogramm „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – Soziale Stadt“ des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) und der Länder gestartet. Ziel des Programms ist es, die „Abwärtsspirale“ in benachteiligten Stadtteilen aufzuhalten und die Lebensbedingungen vor Ort umfassend zu verbessern.

1999 startete die Soziale Stadt mit 161 Stadtteilen in 124 Gemeinden. Das Programm „Soziale Stadt“ war notwendig geworden, da sich seit den 1990er Jahren Tendenzen einer zunehmenden Segregation innerhalb der Gesellschaft beobachten lassen, in Bezug auf Arbeitsmarktzugang und Beschäftigung, Einkommen, Konsummuster und Lebensstile.
Diese Tendenzen haben eine fortschreitende soziale und stadträumliche Fragmentierung zur Folge. Zu den Auslösern hierfür zählt vor allem der Strukturwandel, der aus wirtschaftlichen und politischen Neuordnungs- und Restrukturierungsprozessen resultiert. Heute werden für diese Prozesse üblicherweise die Stichworte Globalisierung, Deindustrialisierung, Bedeutungszunahme von Informationstechnik und wissensbasierten Dienstleistungsbranchen sowie Deregulierung verwendet.

Bislang wurden 659 Gesamtmaßnahmen in 390 Städten und Gemeinden in das Bund-Länder-Programm aufgenommen (Stand 31.12.2014). Im Jahr 2014 wurden die Bundesmittel für das Programm „Soziale Stadt“ von 40 Mio. Euro in 2013 auf 150 Mio. Euro aufgestockt. Im Programmjahr 2015 stellt der Bund ebenfalls 150 Mio. Euro für das Programm „Soziale Stadt“ bereit. Im Rahmen der Städtebauförderung wird das Programm „Soziale Stadt“ als Leitprogramm der sozialen Integration fortgeführt und soll die Grundlage für eine ressortübergreifende Strategie „Soziale Stadt“ bilden.

Weitere Informationen zum Programm Soziale Stadt finden Sie hier: www.staedtebaufoerderung.info

 

Der Stadtteil WüstenahornWA_LOGO_DEKO_gr

 

Die Stadt Coburg ist in dieses Programm mit aufgenommen worden. Die künftigen erforderlichen Handlungsschritte in den einzelnen Handlungsfeldern wurden im Rahmen der Erstellung eines integrierten Handlungskonzeptes, welches alle relevanten Bereiche der Stadtentwicklung abdeckte, im Dialog erarbeitet. Alle Ziele, Leitlinien und Handlungsvorschläge wurden in einem umfassenden Dialogprozess gemeinsam mit den Bewohnern und wichtigen Akteuren des Stadtteils erarbeitet und in umsetzbare Projekte überführt. Durch eine stufenweise Umsetzung sollte sichergestellt werden, dass alle aktuellen Mieter im Quartier verbleiben können und die finanziellen Möglichkeiten der Betroffenen durch die erforderlichen Wohnraumanpassungen und sonstigen strukturellen Veränderungen nicht überschritten werden. Seither hat die Stadt Coburg seinen Stadtteil Wüstenahorn, in dem sich ein erheblicher Handlungsbedarf aus sozialer und städtebaulicher Sicht ergab, in den letzten Jahren kontinuierlich zusätzlich aufgewertet und weiterhin lebenswert gestaltet.

Die räumliche Gesamtstruktur des Stadtteils konnte durch verschiedene Umbaumaßnahmen insgesamt an Qualität gewinnen und zukunftsfähig gestaltet werden.

 

Durch Wohnraummodernisierung und Wohnumfeldverbesserung sowie durch behutsamen Rückbau nicht mehr modernisierungsfähiger Wohnbausubstanz wurde der Stadtteil attraktiviert.

Durch die Schaffung privater und halb-öffentlicher Bereiche (Balkone, Terrassen, Mietergärten) wurde zur Steigerung der Wohnqualität des Stadtteils beitragen.

Durch eine bedarfsgerechte Anpassung der vorhandenen Infrastrukturen vor allem für soziale Zwecke wurde das bestehende Angebot für Jugendliche, Familien und Senioren ergänzt. Der soziale Zusammenhalt sowie bürgerschaftliches Engagement wurden dadurch gestärkt.