Energie – so kostbar wie nie

Schlau sparen: Wie Sie von der Küche bis ins Schlafzimmer mit einfachen Tipps und Tricks ihren Geldbeutel schonen können.

Ein sparsamer und bewusster Umgang mit unseren Ressourcen wird in diesen Zeiten der Energie-Krise immer wichtiger. Lesen Sie hier unsere Tipps, mit denen Sie Ihren Energieverbrauch reduzieren können – und das mit nur kleinen Veränderungen im Alltag!

Gehen Sie mit uns auf Wohnungstour und entdecken Sie neue Möglichkeiten des Sparens!

Im Wohnzimmer

Raumtemperatur leicht senken

Ist das Wohnzimmer Ihr Lieblings-Aufenthalt-Ort in Ihrer Wohnung? Selbstverständlich sollte es dann hier nicht zu kühl sein, aber versuchen Sie einmal, ihre bisherige Raumtemperatur um ein bis zwei Grad zu senken. Als Richtlinie wird derzeit eine Raumtemperatur von 20 Grad im Wohnzimmer empfohlen. Mit einem Pullover oder einer warmen Decke/Wärmflasche auf dem Sofa wird es sicherlich dennoch gemütlich sein können.

Hinweis: Wenn Sie nicht zu Hause sind, drehen Sie das Thermostat möglichst nur eine Stufe nach unten, damit die Wohnung nicht zu sehr auskühlt. Ein kurzzeitiges „Hochfahren“ der Heizung, wenn man wieder daheim ist, hat zur Folge, dass dies mehr Energie verbraucht als dauerhaftes moderates Heizen!

­Möbel weg von Heizkörpern

Steht bei Ihnen möglicherweise das Sofa vor der Heizung? Oder verdecken lange Vorhänge einen Großteil der Heizkörper? Wenn ja, räumen oder dekorieren Sie doch mal um, Sie werden staunen, wie leicht sich dann die Heizungsluft im Raum verteilen wird.

Stoßlüften statt kippen

Bei vielen Menschen ist eines der Wohnzimmer-Fenster oft stundenlang in Kippstellung. Leider ist das für die Energiebilanz gar nicht gut, weil der Luftaustausch sehr lange dauert und die vorhandene Wärme im Raum dauerhaft nach draußen abgegeben wird. Empfohlen wird wenige Male am Tag eine Stoßlüftung von vier bis fünf Minuten: Einfach kurz die Fenster öffnen, damit die Luftfeuchtigkeit nach außen weicht, und der Raum wieder optimal mit Sauerstoff versorgt ist.

­Ziehen Sie den Stecker

Schalten Sie Geräte wie etwa den Fernseher nachts oder bei Nichtnutzung am Tag komplett aus und ziehen Sie auch ggf, den Stecker aus der Steckdose. Im Stand-By-Modus verbrauchen technische Geräte leider auch Strom, oft mehr als man ahnt.

­Clever beleuchten

Weniger Licht im Raum spendet oftmals eine angenehmere Atmosphäre als zu helles Licht. Verwenden Sie Energiesparlampen und LED-Leuchten für einen sparsamen Lichtverbrauch. Im Winter sind auch Kerzen eine angenehme und wärmende Lichtquelle, allerdings sollten hier auf jeden Fall Kerzen in einem sicheren Gefäß verwendet werden, da sonst hohe Brandgefahr besteht.

­Nachts die Schotten dicht machen

Schließen Sie am Abend die Rollläden oder, wenn Sie keine haben, die Vorhänge, das kann die Wärmedämmung positiv beeinflussen.

Im Schlafzimmer

Gutes Raumklima

Im Raum, in dem Sie schlafen, ist die richtige Lüftung das A und O. Öffnen Sie morgens nach dem Aufstehen – und ggf. auch abends vor dem Schlafengehen – für ein paar Minuten die Fenster komplett zum Stoßlüften. Damit die Feuchtigkeit, die in der Nacht durch den Schlaf entstanden ist, entweichen kann, oder aber Sie vor dem Einschlafen noch einmal frische Luft ins Zimmer lassen. Die Fenster zu kippen hat nicht die gleiche Wirkung und ist zudem ganz schlecht für die Energiebilanz.

Kühl schlafen ist gesund

Im Schlafzimmer ist eine Raumtemperatur von 18 Grad ausreichend, wärmer zu schlafen wird für einen gesunden Schlaf gar nicht empfohlen. Kälter sollte es aber im Schlafzimmer auch nicht werden, sonst ist die Gefahr von Schimmelbildung gegeben. Darauf sollte man übrigens dringend auch in den anderen Räumen der Wohnung achten. Schimmel ist gesundheitsgefährdend und unbedingt zu vermeiden!

Kein Stand-Bye-Modus

Fernseher oder andere technische Geräte komplett ausschalten und wenn möglich auch den Stecker ziehen.

Moderat beleuchten

Deckenlampe oder Leselampen mit Energiesparlampen oder LED-Leuchten ausstatten.

Freiheit den Heizkörpern

Möbel und Vorhänge nicht direkt vor Heizkörpern platzieren, das gilt auch im Schlafzimmer! Auch hier, wenn nur tagsüber auf Stufe 1 geheizt wird, können lange zugezogene Vorhänge oder Gegenstände vor der Heizung die Heizleistung erheblich vermindern.

Läden schließen

Für eine bessere Wärmedämmung wird empfohlen, Rollläden, Fensterläden oder zumindest Vorhänge am Abend zu schließen.

In der Küche

Kein Vorheizen

Wussten Sie schon, dass ein Vorheizen bei moderneren Backöfen gar nicht notwendig ist? Die Pizza zum Beispiel kann auch gleich in den Ofen gegeben und die Garzeit ggf. um zwei bis drei Minuten verlängert werden; das ist effizienter als beim Öffnen der Ofentür zwischendurch Wärme zu verlieren.

Ofentür auf

Lassen Sie nach dem Backen die Klappe geöffnet, die Wärme wird Ihren Küchenraum angenehm erwärmen.

Kocher statt Herd

Wenn Sie Wasser zum Kochen bringen möchten, verwenden Sie nach Möglichkeit lieber einen Wasserkocher als Topf und Herdplatte.

Maßvoll

Achten Sie auch darauf, nur so viel Wasser im Kocher zu erhitzen, wie Sie auch wirklich brauchen, langfristig macht sich diese Energieersparnis bezahlbar.

Topf und Deckel

Vergessen Sie nicht beim Kochen die Deckel auf die Töpfe zu setzen, das spart sehr viel Energie, weil der Wasserdampf nicht entweichen kann. Wenn möglich verwenden Sie Schnellkochtöpfe.

Spülen lassen

Nutzen Sie, falls vorhanden, lieber eine Spülmaschine (gut gefüllt) als per Hand abzuwaschen. Gerade beim Energiespar-Programm wird relativ wenig heißes Wasser verbraucht.

Tauen Sie auf!

Lassen Sie Ihr Gefrierfach regelmäßig abtauen.

Coole Tipps

Temperieren Sie Ihren Kühlschrank nicht zu niedrig (7 Grad beträgt die optimale Kühltemperatur). Öffnen Sie Kühl- und Gefriergeräte nur so kurz wie möglich und stellen Sie keine noch warmen Speisen in den Kühlschrank: Denn wenn das Essen noch lauwarm ist, muss der Kühlschrank wieder mehr Strom aufwenden. Guter Tipp andersrum: Tauen Sie Gefrorenes im Kühlschrank auf, denn dabei wird die Kälte noch für den Kühlschrank genutzt.

Den Hahn zudrehen

Vermeiden Sie tropfende Wasserhähne.

Heizung runter

Auch in der Küche gilt, dass die Raumtemperatur um ein bis zwei grad reduziert werden sollte.

Stecker raus

Nehmen Sie Wasserkocher, Toaster und Co vom Strom, wenn Sie die Geräte nicht benutzen.

 

 

Küchendünste adé

Regelmäßiges Stoßlüften ist vor allem in der Küche wichtig, um unangenehme Gerüche zu vermeiden.

 

Spot an

Energiesparlampen und LEDs sollten auch in der Küche Einzug halten.

Im Badezimmer

Fenster auf

Hier ist es besonders wichtig richtig zu lüften, vor allem nach dem Duschen oder Baden wird Stoßlüften empfohlen. Das ist erforderlich, um die Luftfeuchtigkeit aus dem Raum heraus zu bekommen, da sich ansonsten Schimmel bilden kann. Ein gekipptes Fenster lässt die Luft nicht gut genug zirkulieren.

Duschen statt baden

Versuchen Sie nach Möglichkeit zu duschen, da hier meist weniger Wasser verbraucht wird als beim Baden. Wenn Sie die Wassertemperatur leicht runterfahren, sparen Sie Energie, ebenso, wenn Sie das warme Wasser während des Einseifens ausstellen.

Heiße Luft

Ein Fön verbraucht viel Energie, vermeiden oder verringern Sie Ihre Fönzeiten auf höchster Wärmestufe.

Licht aus

Schalten Sie immer das Licht aus, sobald Sie den Raum verlassen. Verwenden Sie auch im Bad eine Energiesparlampe!

Tropfgeräusche?

Überprüfen Sie, dass alle Hähne ordentlich zugedreht sind, auch tropfenweiser Wasserverlust kann ins Geld gehen.

Geräte vom Strom nehmen

Ziehen Sie den Stecker von elektronischen Geräten aus der Steckdose (z.B. Ladestationen von elektrischen Zahnbürsten, Rasierer, …)

Waschmaschine richtig nutzen

Voll beladen und mit niedriger Wassertemperatur erreichen Sie die beste Energiebilanz. Verzichten Sie am besten auf die Vorwäsche und wählen Sie für gering verdreckte Alltagswäsche das Kurzprogramm (30 Grad).

Was allgemein zu beachten ist:

 

  • Schalten Sie nur da Licht ein, wo Sie es gerade auch brauchen
  • Tauschen Sie bestenfalls alte Technik aus, da neuere Geräte oft energieeffizienter sind. Gerade alte Kühlschränke sollen Energiefresser sein
  • Beim Neukauf von Elektrogeräten achten Sie unbedingt auf die Energieeffizienzklasse!
  • In jedem Raum gilt: Versuchen Sie, mit weniger Heizungswärme auszukommen und reduzieren Sie daher die Raumtemperatur etwas. Achten Sie aber darauf, lieber dauerhaft moderat zu heizen, als ständig ab- und wieder aufzudrehen, das nämlich treibt die Energiekosten unnötig in die Höhe.

Wie spare ich Energie ein? Was mache ich, wenn ich meine Strom- oder Gasrechnung nicht mehr bezahlen kann? Welche Vorbereitungen sollte ich für den Ernstfall treffen?

Die Antworten darauf, sowie gesicherte Informationen über die Energieversorgung in Coburg finden Sie auf der Internetseite der Stadt Coburg.